Level 2 Assets – Definition & Erklärung

Was sind Level 2 Assets?

Level 2 Assets (Vermögenswerte der Stufe 2) sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die schwer zu bewerten sind. Obwohl ein fairer Wert auf der Grundlage anderer Datenwerte oder Marktpreise bestimmt werden kann, gibt es für diese Vermögenswerte keine reguläre Marktpreisgestaltung. Der Wert von Level 2 Assets, manchmal auch als „Mark-to-Model“-Vermögenswerte bezeichnet, kann durch einfache Modelle und Extrapolationsmethoden sehr nahe an den Marktwert angenähert werden. Diese Methoden verwenden bekannte, beobachtbare Preise als Parameter.

Wichtige Keynotes:

  • Level 2 Assets sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die es keine reguläre Marktpreisbildung gibt, deren fairer Wert jedoch auf der Grundlage anderer Datenwerte oder Marktpreise bestimmt werden kann.
  • Level 2 Assets sind die mittlere Klassifikation, je nachdem, wie verlässlich ihr fairer Marktwert berechnet werden kann.
  • Level 2 Assets werden üblicherweise von Private-Equity-Firmen, Versicherungsgesellschaften und anderen Finanzinstitutionen mit Investitionsarmen gehalten.

Level 2 Assets erklärt

Öffentlich gehandelte Unternehmen sind verpflichtet, für die Vermögenswerte, die sie in ihren Büchern führen, einen fairen Wert festzulegen. Investoren verlassen sich auf diese Fair-Value-Schätzungen, um den aktuellen Zustand und die Zukunftsaussichten des Unternehmens zu analysieren. Gemäß den allgemein anerkannten Buchhaltungsprinzipien (GAAP) müssen bestimmte Vermögenswerte zu ihrem aktuellen Wert und nicht zu historischen Kosten verbucht werden. Öffentlich gehandelte Unternehmen müssen außerdem alle ihre Vermögenswerte danach klassifizieren, wie leicht sie nach dem Rechnungslegungsstandard Financial Accounting Standards Board (FASB) 157 bewertet werden können.

So hat zum Beispiel das amerikanische FASB hat drei verschiedene Vermögensebenen eingeführt, um Klarheit in die Bilanzen der Unternehmen zu bringen. Die Aktiva der Ebene 2 sind die mittlere Klassifizierung, die darauf beruht, wie verlässlich ihr fairer Marktwert berechnet werden kann. Vermögenswerte der Stufe 1, wie Aktien und Anleihen, sind am einfachsten zu bewerten, während Vermögenswerte der Stufe 3 nur auf der Grundlage interner Modelle oder „Schätzungen“ bewertet werden können und keine beobachtbaren Marktpreise haben.

Level 2 Assets müssen anhand von Marktdaten bewertet werden, die aus externen, unabhängigen Quellen stammen. Zu den verwendeten Daten könnten notierte Preise für ähnliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf aktiven Märkten, Preise für identische oder ähnliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf inaktiven Märkten oder Modelle mit beobachtbaren Inputs wie Zinssätzen, Ausfallraten und Renditekurven gehören.

Ein Beispiel für einen Vermögenswert der Stufe 2 ist ein Zinssatz-Swap. Hier kann der Wert des Vermögenswerts auf der Grundlage der beobachteten Werte für die zugrunde liegenden Zinssätze und marktbestimmten Risikoprämien bestimmt werden. Vermögenswerte der Ebene 2 werden üblicherweise von Private-Equity-Firmen, Versicherungsgesellschaften und anderen Finanzinstitutionen gehalten, die über Investitionsarme verfügen.

Beispiel für Level 2 Assets

Die Blackstone Group L.P. (BX) gliedert seine Level-2-Vermögenswerte in die 10-K- und 10-Q-Einreichungen der Firma für Aktionäre auf. Der Vermögensverwalter gab in den Einreichungen die folgenden Informationen bekannt:

„Der faire Wert wird durch die Verwendung von Modellen oder anderen Bewertungsmethoden bestimmt. Zu den Finanzinstrumenten, die im Allgemeinen in dieser Kategorie enthalten sind, gehören Unternehmensanleihen und -kredite, einschließlich Unternehmensanleihen und -kredite, die innerhalb von CLO-Vehikeln gehalten werden, Wertpapiere der Regierung und von Behörden, weniger liquide und beschränkte Beteiligungspapiere und bestimmte außerbörsliche Derivate, bei denen der Zeitwert auf beobachtbaren Eingaben basiert. Vorrangige und nachrangige Schuldverschreibungen, die von CLO-Vehikeln ausgegeben werden, werden in Stufe II der Fair-Value-Hierarchie eingestuft“.

Beobachtbare vs. nicht beobachtbare Eingaben

Investoren und Analysten haben manchmal Schwierigkeiten, den Unterschied zwischen Anlagen der Ebene 2 und der Ebene 3 zu erkennen. Der Unterschied ist jedoch wichtig, zumal die GAAP zusätzliche Offenlegungen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Ebene 3 verlangen.

Ob es sich bei einem Vermögenswert oder einer Verbindlichkeit um Stufe 2 oder Stufe 3 handelt, hängt von den Bewertungsinputs und davon ab, ob die verwendeten Marktdaten der Öffentlichkeit zugänglich sind.

Man sollte die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Wird der Wert durch reale Markttransaktionen gestützt?
  • Wird ein Preis von außerhalb der Organisation erzielt und ist er für die Öffentlichkeit leicht zugänglich?
  • Wird die Bewertung in regelmäßigen Abständen verteilt?

Wenn die Antwort auf eine dieser Fragen nein lautet, kann die Eingabe als nicht beobachtbar und folglich als Stufe 3 in der Fair-Value-Hierarchie betrachtet werden.

Carsten Hack

Als Blockchain Enthusiast und Finanzfachmann beschäftige ich mich mit Kryptowährungen seit einer Zeit, zu welcher der Bitcoin noch 600 Euro wert war. Im Laufe der Jahre habe ich viel über die Technik und das Umfeld gelernt und möchte dieses Wissen durch Satoshi-Sushi weitergeben.

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