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Ex-Ante Analyse (Makroökonomie) – Definition

Was ist eine Ex-Ante Analyse?

Welche Aussagen können Investoren mit der Ex-Ante Analyse treffen?

Was versteht man unter Ex-Ante in der Wirtschaft?

Ex-ante bezieht sich auf zukünftige Ereignisse, wie z.B. die potenziellen Erträge eines bestimmten Wertpapiers oder die Erträge eines Unternehmens. Aus dem Lateinischen transkribiert bedeutet es „vor dem Ereignis“. Ein Großteil der in den Märkten durchgeführten Analysen ist ex-ante, wobei der Schwerpunkt auf den Auswirkungen langfristiger Cashflows, Gewinne und Einnahmen liegt.

Während sich diese Art der Ex-ante-Analyse auf die Fundamentaldaten von Unternehmen konzentriert, bezieht sie sich häufig auf die Preise von Vermögenswerten zurück. Zum Beispiel verwenden Buy-Side-Analysten oft fundamentale Faktoren, um ein Kursziel für eine Aktie zu bestimmen, und vergleichen dann das vorhergesagte Ergebnis mit der tatsächlichen Leistung.

Wichtige Keynotes:

Grundlagen von Ex-Ante

Unter „Ex-ante“ versteht man im Wesentlichen jede Art von Vorhersage im Vorfeld eines Ereignisses oder bevor die Marktteilnehmer sich der relevanten Fakten bewusst werden. Gewinnschätzungen zum Beispiel beinhalten eine Ex-ante-Analyse. Sie berücksichtigen die vorausgesagte Leistung aller Geschäftseinheiten eines Unternehmens und in einigen Fällen auch einzelne Produkte. Dazu gehört auch die Modellierung von Verwendungszwecken für Bargeld, wie Kapitalanlagen, Dividenden und Aktienrückkäufe.

Keines dieser Ergebnisse kann mit Sicherheit bekannt sein, aber die Erstellung einer Vorhersage setzt eine Erwartung fest, die als Vergleichsbasis gegenüber den berichteten Ist-Zahlen dient. Eine Art der Ex-ante Analyse, die für Investoren besonders nützlich ist, ist die Messung der Ex-ante Analyse der Gewinne pro Aktie insgesamt. Konsensschätzungen helfen insbesondere bei der Festlegung einer Basislinie für Unternehmensgewinne. Es lässt sich auch feststellen, welche Analysten aus der Gruppe, die eine bestimmte Aktie abdeckt, am vorausschauendsten sind, wenn die Erwartungen dieser Analysten deutlich über oder unter denen der Konkurrenten liegen. Manchmal geben Analysten auch Ex-ante-Prognosen ab, wenn eine Fusion allgemein erwartet wird, aber bevor sie stattfindet. Eine solche Analyse berücksichtigt potenzielle Kosteneinsparungen im Zusammenhang mit dem Abbau überflüssiger Aktivitäten sowie mögliche Ertragssynergien durch Cross-Selling.

Zwar handelt es sich bei allen Vorhersagen um Ex-ante-Prognosen, aber einige Analysen umfassen auch Analysen unmittelbar nach dem Eintreten eines Ereignisses. Beispielsweise besteht oft eine beträchtliche Unsicherheit in Bezug auf die grundlegende Unternehmensleistung nach einer Fusion. Die Fusion selbst ist das Anfangsereignis, aber die Analyse erstellt in diesem Fall Prognosen im Zusammenhang mit dem nächsten wichtigen bevorstehenden Ereignis, wie z.B. dem ersten Mal, wenn das fusionierte Unternehmen Gewinne meldet. Bei allen Ex-ante Analysen ist es oft unmöglich, alle Variablen zu berücksichtigen. Auch der Markt selbst verhält sich manchmal scheinbar erratisch. Aus diesem Grund verfehlen Kursziele, die viele fundamentale Variablen berücksichtigen, manchmal das Ziel aufgrund exogener Marktschocks, die fast alle Aktien betreffen. Aus diesem Grund kann man sich auf keine  Analyse vollständig verlassen.

Ex-Ante / Ex-Post

Wenn das Ereignis, das die Analyse vorherzusagen versuchte, vorüber ist, ist es möglich, die Erwartungen mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu vergleichen, was als Ex-post-Analyse bezeichnet wird. Ein Rückblick auf Vorhersagen im Nachhinein hilft dabei, sie in Zukunft zu verfeinern, und liefert manchmal zusätzliche Erkenntnisse.

Beispiel für die Ex-Ante-Analyse

Angenommen, das Unternehmen ABC wird voraussichtlich zu einem bestimmten Datum Gewinne ausweisen. Ein Analyst einer Forschungsfirma wird anhand von Wirtschafts- und Finanzdaten aus der Vergangenheit und Gegenwart seiner Betriebsbedingungen eine Vorhersage über den Gewinn pro Aktie machen. So könnte man zum Beispiel das allgemeine Wirtschaftsklima analysieren und feststellen, ob die Betriebskosten des Unternehmens dadurch beeinflusst werden könnten. Die Ex-Ante Analyse kann auch frühere Geschäftsentscheidungen und Gewinnausweise verwenden, um Hypothesen über die Umsatzzahlen des Unternehmens aufzustellen.

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